Elektronische und programmierbare Heizkörperthermostate Test Übersicht

Alles was Sie über Heizkörperthermostate und Heizkörperregler wissen müssen!


Funk-Heizkörperthermostate

In die Kategorie der Funk-Heizkörperthermostate fallen zumeist die Premium-Modelle der verschiedenen Hersteller. Diese Heizungsthermostate bieten viele verschiedene Funktionen, die weit über den Umfang eines normalen Heizkörperthermostat hinausgehen. Einer dieser zusätzlichen Funktionen ist der Funk-Betrieb, der die Bedienung der einzelnen Thermostate noch einmal deutlich vereinfacht und darüber hinaus Monitor- und Kontrollmöglichkeiten bietet.

Funk-Modelle im Vergleich



Devolo 9356 Heizkörperthermostat
Devolo 9356
HomeMatic 105155 Heizkörperthermostat
HomeMatic 105155
Eurotronic 700100406 Heizkörperthermostat
Eurotronic 700100406
Elgato Eve Thermo
Elgato Eve Thermo
Programmierbar
Funk-Standard
Z-Wave
FS20 (868,3 MHz)
DECT
Bluetooth
Beleuchtetes Display
App
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Sonstiges
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Stiftung Warentest: Funk-Heizkörperthermostat ist Testsieger!

Im Heizkörperthermostat-Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2008 wurden sowohl manuelle als auch elektronische programmierbare Heizkörperthermostate getestet. Unter den getesteten elektronischen Thermostaten befanden sich mit dem ELV FHT 80B (sowie dem Baugleichen Conrad FHT 80b Set) und dem Eurotronic Thermotronic Premium zwei Modelle, die in die Kategorie Funk-Heizkörperthermostate fallen. Mit einer Testnote von 1,8 (Gut) konnte das Modell ELV FHT 80B/Conrad FHT 80b Set am besten abschneiden und sicherte sich so den Titel des Testsiegers. Überzeugen konnte das Modell vor allem in der Kategorie Reglungsverhalten, wo es mit einer Bestnote von 1,6 sich deutlich von der Konkurrenz absetzen konnte. Die Tester überzeugte vor allem die geringe Abweichung der Raumtemperatur von der Solltemperatur, sowie das Verhalten bei der Fensterlüftung. Im Gegensatz zu vielen anderen Thermostaten besitzt dieses Funk-Heizkörperthermostat nämlich eine Erkennung der Fensterlüftung durch Fensterkontakt.


Funk-Heizkörperthermostate: Vorboten des Internet der Dinge

Schon ein gewöhnliches elektrisches Heizthermostat bietet im Vergleich zu einem alten, manuellen Modell ein Wunderwerk an technischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Digitale Anzeige, autonome Steuerung und das alles zu einer Größe, die nicht eine geballte Faust übersteigt. Mit den auf den Markt erhältlichen Funk-Heizkörperthermostate orientieren sich die Hersteller konsequent an der technische Weiterentwicklung, die nicht nur die Geräte, sondern auch die Gesellschaft betrifft. Das Internet der Dinge (Internet of Things) ist die logische Konsequenz dieser Entwicklung und Funk-Thermostate sind einer der wenigen Vorreiter, die diese Haushaltsrevolution einleiten werden. Konkret versteht man unter dem Internet der Dinge „intelligente Gegenstände“, die beispielsweise selbständig per Funk oder WLAN kommunizieren und sich austauschen können. Man könnte auch von einer Computerisierung von Alltagsgegenstände sprechen. Als Illustration dieses doch sehr technischen Themas wird oft auf einen intelligenten Kühlschrank zurückgegriffen, der beispielsweise automatisch bestimmte Lebensmittel, wie Milch oder Butter, via LAN oder WLAN im Internet bestellt, sodass die Tage an denen mal wieder die Milch für das Müsli fehlt, gezählt sind. Doch man muss gar nicht soweit denken, wenn es um das Thema Internet der Dinge geht, da Funk-Heizkörperthermostate schon seit langem erhältlich sind und auch nicht in solche intime Lebensbereiche eingreifen, wie im Falle des Kühlschrank-Beispiels, bei dem die Händler einen ungefilterten Einblick in die Ernährungsgewohnheiten seiner Kunden erhalten.

Fensterkontakt spart bares Geld

"Für die Straße heizen" – wer kennt das nicht? Die eigene Bequemlichkeit verhintert oft, dass wir beim Lüften die Heizung herunterdrehen. Dabei würde das bares Geld sparen, denn wie so oft im Leben, kostet Faulheit Geld. Dreht man beim Lüften das Thermostat nämlich nicht zu, dann bewirkt die kühle Luft die Öffnung des Ventils. Die Heizung muss es nun mit der Kälte von Draußen aufnehmen, ein Kampf, den sie nicht gewinnen kann.

Elektronische Heizkörperthermostate erkennen gewöhnlicherweise, dass das Fenster geöffnet wurde und schließen das Ventil automatisch. Allerdings braucht diese Erkennung Zeit. Viel schneller geht dies über einen Fensterkontakt, der direkt am Fenster angebracht wird. Dieser separate Sensor sieht zwar nicht unbedingt schön aus, sorgt aber dafür, dass die Erkennungszeit eines geöffneten Fensters sich deutlich verringert. Ein Test der Stiftung Warentest zeigte, dass gewöhnliche programmierbare Heizkörperthermostate etwa anderthalb Minuten für die Schließung des Ventils bei geöffnetem Fenster brauchten, während Funk-Heizkörperthermostate mit Fensterkontakten lediglich 30 Sekunden für das zudrehen des Ventils benötigten. Funk-Thermostate sind in diesem Fall nötig, da die Kommunikation zwischen Fensterkontakt und Heizkörperthermostat via Funk stattfindet. Der Fensterkonakt schickt beim Öffnen des Fensters ein Signal an den Funk-Energiesparregler, sodass dieser schnell und automatisch das Ventil schließt.

Tipp: Richtig Lüften: Auch das richtige Lüften kann Heizkosten sparen. Ständig gekippte Fenster sollten vermieden werden. Das einzig richtige Lüften ist das kurze Stoßlüften. Dafür sollten die Fenster weit geöffnet und das Heizkörperventil geschlossen werden.

Einfache Montage

Das Anbringen eines Fensterkontakts geht ähnlich leicht von der Hand, wie das anbringen des dafür nötigen Funk-Heizkörperthermostats. Egal ob Kipp- oder Drehfenster, durch Schraub- oder Klebemontage ist der Fensterkontakt in wenigen Handgriffen angebracht. Es gibt dabei unterschiedliche Ausführungen, je nach Modell bringt man den Kontakt auf Fenster und Rahmen an, bei anderen Modellen ist der Funk-Fensterkontakt direkt im Drehgriff integriert. Auch die Funkreichweite variiert von Modell zu Modell. Laut Herstellerangaben liegen diese zwischen 30 und 100 Meter. Aber Achtung: Sehr hohe Funkreichweiten deuten darauf hin, dass sich die Angaben auf das Freifeld beziehen. Dies ist aber eben nicht in einer Wohnung oder Haus gegeben! Die für den Betrieb nötigen Batterie müssen je nach Modell erst nach mehreren Jahren ausgetauscht werden.

Heizkörperthermostat: WLAN selten anzutreffen

Geht es heute um die drahtlose Kommunikation ist meistens das erste an was man dabei denkt, das WLAN. Kein Wunder, ist das Wireless LAN (Wirless Local Area Network – „drahtloses lokale Netzwerk“) doch inzwischen Standard und in fast jedem Haushalt zu finden. Da so gut wie jeder Router inzwischen WLAN unterstützt und Kabel generell lästig sind, hat sich die WLAN-Verbindung für den Anschluss von Computer, Laptop oder auch Tablet im Haushalt durchgesetzt. So könnte man auch auf die Idee kommen, dass auch WLAN Heizkörperthermostate weit verbreitet und die erste Wahl als Funk-Standard sind. Weit gefehlt! WLAN ist im Bereich der Heizkörperthermostate und allgemein auch im Bereich der Hausautomation eher selten anzutreffen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Generell muss man sagen, dass das WLAN nie für den Einsatz im Smart Home konzipiert wurde. Das Einsatzgebiet des Wireless LAN liegt wie der Name schon sagt, in der Verbindung eines lokalen Netzwerkes. Hier stehen insbesondere eine schnelle, sichere und auch weitreichende Verbindung im Mittelpunkt. Bei der Funk-Verbindung von Heizkörperthermostate, ist außer der Sicherheit, aber keiner dieser Eigenschaften gefragt. Die Entfernung muss nicht weit reichen und große Datenblöcke müssen ebenfalls nicht übertragen werden, weshalb die Geschwindigkeit ebenfalls keine Rolle spielt. Das wäre alles kein Problem, wenn das WLAN nicht einen zentralen Nachteil gegenüber der anderen Funk-Technologien besitzen würde: der hohe Stromverbrauch. WLAN Funksysteme sind vergleichsweise stromhungrig, was dem Grundsatz des energiesparenden Smart Homes entgegensteht. Funk-Thermostate sollen zuverlässig und vor allem lange ohne den ständigen Eingriff des Besitzers funktionieren. Dies wäre bei einem WLAN-Heizkörperthermostat nicht gewährleistet. Ohnehin muss man sich darüber hinaus die Frage stellen, wie sinnvoll es ist, weitere Geräte in das schon jetzt Überlastete WLAN-Netz zu stecken, wenn doch auch noch ganz andere Funkfrequenzen zur Verfügung stehen.

Manchmal nutzt man WLAN aber auch über „Umwege“ für die Konfiguration von Funk-Heizkörperregler. So kommuniziert das Heizkörperthermostat Eurotronic 700100406 per Funk-Standard DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) mit der heimischen FRITZ!Box von AVM, auf die man wiederum per WLAN mit dem Laptop oder Tablet zugreifen kann. Manche Thermostate besitzen auch externe Gateways, wobei das Gateway per WLAN oder LAN mit dem Router kommuniziert und per anderem Funk-Standard mit den jeweiligen Heizkörpern.

Heizkörperthermostat Funkstandards im Überblick

Bisher konnten sich die Hersteller im Hausautomationsbereich noch nicht wirklich auf einen gemeinsamen Funkstandard einigen. So kommen bei den heutigen Funk-Thermostate unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Bezüglich der Sicherheitsaspekten findet man auf der Website des BSI ein interessantes Dokument mit der Bewertung etlicher hier vorgestellten drahtlosen Technologie (allerdings mit Stand 2009). Nachfolgend stellen wir einige Funkstandards jeweils kurz vor:

Funkstandard
Beschreibung
Bluetooth Bluetooth erfreut sich in der Hausautomations-Szene eine wachsende Beliebtheit. Schon in den 1990er-Jahren wurde dieser Industriestandard gemäß IEEE 802.15.1 für die Datenübertragung zwischen Geräten über kurze Distanz per Funktechnik entwickelt. Der Name leitet sich übrigens vom dänischen König Harald Blauzahn (englisch Harald Bluetooth) ab, der Teile von Norwegen und Dänemark vereinte. So will auch Bluetooth die Brücke schlagen zwischen dem neuen „intelligenten“ Haushalt und der inzwischen doch schon etablierten Netztechnik. Je nach Klasse (es gibt drei Stück), variiert die maximale Leistung und Reichweite. Bei den Funk-Heizkörperthermostate steht vor allem ein niedriger Energieverbrauch im Fokus. Dieser wurde im aktuellen Standard: Bluetooth 4.0, durch den Protokollstapel Low Energy berücksichtigt. Bluetooth wird weiterhin entwickelt und wird deshalb auch in der Zukunft eine wichtige Rolle in der Hausautomation spielen.
DECT DECT ist die Abkürzung für Digital Enhanced Cordless Telecommunications und ist dem einen oder anderen vielleicht als Kommunikationsstandard bei schnurlosen Telefone bekannt. Tatsächlich findet man DECT aber auch bei der einen oder anderen Hausautomationslösung wieder. DECT selbst ist eine reine Zugangstechnologie, sodass die Anbindung über ein Gateway erfolgt. Beim Heizkörperthermostat EUROtronic Comet DECT, das den aktuellen Funkstandard DECT-ULE (Ultra-low-Energy) nutzt, dient beispielsweise die FRITZ!Box als Mittler zwischen Smartphone/Laptop und dem Thermostat. Der Vorteil an DECT ist unter anderem sein Frequenzbereich unterhalb von 2,45 GHz. Damit kommt DECT nämlich nicht in Konflikt mit anderen Funkstandards wie WLAN oder Bluetooth.
WLAN Wie schon weiter oben beschrieben, WLAN ist zwar wahrscheinlich die ersten Funktechnologie an die man denken mag, tatsächlich wurde das Wireless LAN aber für einen ganz anderen Verwendungszweck konzipiert, weshalb WLAN im Bereich der Hausautomatik eher selten anzutreffen ist. WLAN punktet zwar mit einer großen Reichweite und einer hohen Übertragungsrate, beides ist aber bei der Vernetzung der Thermostate mit dem Netzwerk nicht unbedingt nötig. Hinzu kommt, dass WLAN alles andere als energiesparend ist, weshalb man eigentlich auch so gut wie keinen Funk-Heizkörperregler findet, der direkt über WLAN kommuniziert.
Zigbee Obwohl ZigBee auf dem Standard IEEE 802.15.4 aufbaut und dementsprechend selbst standardisiert ist, kann es dennoch vorkommen, dass Produkte zueinander nicht kompatibel sind, da die Standard-Definition viele Sonderimplementationen zulässt. Generell eignet sich die Spezifikation aber für Komponenten mit wenig Leistungsaufnahme, die damit auch nur einen geringen Batteriebetrieb besitzen. Ideal also für Funk-Heizkörperthermostate, die nur selten arbeiten müssen. Insbesondere im sogenannten Schlafmodus, wo nichts getan werden muss, zeichnen sich Komponente die mit der Zigbee-Spezifikation arbeiten durch einen sehr geringen Stromverbrauch aus. Die ZigBee-Frequenzen liegen in den lizenzfreien ISM-Bändern, also bei 868 MHz (Europa), 915 MHz (USA) und 2,4 GHz (weltweit) und können je nach Gebäudestruktur zwischen zehn und 75 Metern überbrücken. Allerdings weist die Zigbee-Spezifikation nach neuen Erkenntnissen von Sicherheitsforschern eklatante Sicherheitsmängel auf.

Smart & Sicher: Firmware-Updates nicht vergessen!

Vom Strand noch schnell die Heizung deaktivieren, die man in aller Eile vor dem Verlassen des Hauses vergessen hat. Eine schöne Vorstellung, oder? Nicht so schön ist hingegen die Vorstellung, wenn jemand Fremdes aus der Ferne Zugriff auf die smarte Hauselektronik hat. Bei der Heizungssteuerung kann zwar nicht so viel passieren, dennoch möchte man das natürlich vermeiden. Sicherheitsgedanken muss man sich allerdings erst machen, wenn die Heizungssteuerung über das Internet abrufbar ist. Elektrische Heizkörperthermostate die lediglich manuell oder per Funk nur in unmittelbare Nähe eingestellt werden, sind sicherheitstechnisch unbedenklich.

Für die Sicherheit ist der Hersteller verantwortlich und man kann als Konsument nur darauf vertrauen, dass er dieses Thema auch ernst nimmt. Dennoch können Fehler auftreten und Sicherheitslücken auch nach dem Verkauf aufgedeckt werden. In solch einem Fall sollte man auf jeden Fall handeln. Wie auch bei einem Computersystem, kann auch die Hardware der Heizkörperthermostate mit einem Update auf dem neusten Stand gebracht werden. Man spricht hierbei von einem sogenannten Firmware-Update, wobei die Firmware genau die Software ist, die die ganze Funktionalität bereitstellt. Der Begriff leitet sich von der festen Beziehung zwischen der Hardware und der darauf laufenden Software ab. Diese enge Verzahnung macht es leider für den Anwender nicht unbedingt einfach, selbst die Software auf den neusten Stand zu bringen. Hierfür müsste der Hersteller eine entsprechende Schnittstelle bereitstellen. Tut er das nicht, dann bleibt meist nur das Aufspielen der neuen Software durch den Hersteller selbst übrig. Dafür muss man dem Hersteller die Thermostate zuschicken und bekommt entweder neue Geräte oder die aktualisierte Hardware zurück. Im besten Fall informiert man sich schon beim Kauf, wie die Vorgehensweise bei evtl. nötigen Firmware-Updates ist.